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Home is calling

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Von nun an hatten wir in voller Zuversicht, dass Knupfer uns auch weiterhin treue Dienste erweisen wird, die letzten Tage so durchgeplant, dass wir „just in time“ zuhause ankommen würden. Als erfahrener Projektmanager weiß ich natürlich, dass so etwas in der Regel immer gut geht 😉 In 500km-Tagesetappen ging es über die Türkei, Bulgarien, Serbien und Ungarn bis nach Wien in Österreich. Hierbei wurden wir stets von goldenem Herbstwetter begleitet, so dass wir die Abende nochmals bei einsamen Stellplätzen mit einem Bierchen ausklingen lassen konnten. Wir genießen die Abendstunden an unseren Stellplätzen Und bricht erst einmal die Dunkelheit über uns herein... ... machen wir es uns mit einem kleinen Feuerchen gemütlich Da alles wie am Schnürchen lief und wir gut in der Zeit lagen, gönnten wir uns in Wien nochmals eine kleine Verschnaufpause. Zuerst erkundeten wir zu Fuß die herrschaftliche Altstadt und abends ergatterten wir dann einen Tisch in einem kleinen aber sehr feinen Restaur...

Über Georgien an die türkische Grenze

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Zwar haben wir die Monate in Zentralasien sehr genossen, mit der lokalen Küche konnten wir uns jedoch nie so recht anfreunden. Und so war es wieder einmal eine Wohltat die leckeren georgischen Gerichte genießen zu dürfen. Eigentlich wollten wir nun auf dem direkten Weg in die Türkei fahren, aber dann hörte endlich der Dauerregen auf und der Nordkaukasus zeigte sich von seiner schönsten Seite. Und da wir schon einmal hier waren, blieben wir noch ein bisschen. Zuerst wanderten wir zur Dreifaltigkeitskirche in Stepanzminda, das wohl bekannteste Postkartenmotiv Georgiens. Hier waren wir bereits vor ein paar Jahren zu Besuch, dennoch war es erneut beeindruckend, das wunderschön gelegene und vom Bergmassiv umrahmte Bauwerk aus nächster Nähe zu sehen. Bei der Dreifaltigkeitskirche Dann quälten wir Knupfer über Stock und Stein bis tief ins Truso-Tal, wo wir die bisher kälteste Nacht unserer Reise verbrachten. Auf einer Höhe von 2300m sinken die Temperaturen hier nun deutlich unter den ...

Über Kasachstan und Russland an die georgische Grenze

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Zurück vom Aralsee liefen die nächsten Schritte wie am Schnürchen. Denn in weniger als 24 Stunden flog ich in die Hauptstadt Tashkent, holte dort auf der russischen Botschaft zum vereinbarten Termin unser Transitvisa ab und war auch schon wieder zurück bei Verena. Ich halte das langersehnte Transitvisa in Händen - ganz sicher war dies bis zum Ende nicht Aber auch Verena war in dieser stressigen Phase nicht unproduktiv, denn in der Nähe ihres Hotels gab es ein gutes Café mit echtem! Cappuccino sowie einen netten Park für die sonnigen Nachmittagsstunden. Und so saß wenigstens sie am nächsten Morgen schön ausgeruht auf dem Beifahrersitz, als wir die 1200km lange Strecke über Kasachstan an die russische Grenze in Angriff nahmen. Auf diesem Abschnitt knackten wir dann auch unseren 30.000sten Reisekilometer, wofür Knupfer von uns wohlwollend getätschelt wurde. Unerwarteter Besuch einiger "Locals" bei unserem Stellplatz Zwischenzeitlich spüren wir auch, dass sich die Reisesaison...

Aralsee

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Eine Reise durch Zentralasien ohne den Aralsee zu besuchen wäre fast schon ein Verbrechen. Und so machten wir uns als letzte Station in Usbekistan auf den Weg in diese abgeschiedene Region. Eine schwimmende Brücke auf dem Weg zum Aralsee - während sich der Verkehr seinen Weg bahnt, schweißen Arbeiter neue und alte Stahlbleche fest, um zumindest die großen Löcher zu bedecken Noch in den 1960er Jahren war der Aralsee mit seinen reichen Fischgründen und florierenden Hafenstädten der viertgrößte Süßwassersee der Welt. Heute erinnert daran jedoch nicht mehr viel, denn Wasserverschwendung sowie der Jahrzehnte lange Fokus auf wasserintensive Baumwollmonokulturen führte zu einer der größten durch Menschenhand verursachten Umweltkatastrophen. Heute scheint der Klimawandel dem Ganzen zudem noch den Rest zu geben. Eines der Baumwollfelder entlang des Weges Das verlorengegangene Wasservolumen könnte hundertmal den Bodensee füllen und wo früher Boote schipperten, ist heute überwiegend Wüste zu ...