Über Georgien an die türkische Grenze
Zwar haben wir die Monate in Zentralasien sehr genossen, mit der lokalen Küche konnten wir uns jedoch nie so recht anfreunden. Und so war es wieder einmal eine Wohltat die leckeren georgischen Gerichte genießen zu dürfen.
Eigentlich wollten wir nun auf dem direkten Weg in die
Türkei fahren, aber dann hörte endlich der Dauerregen auf und der Nordkaukasus
zeigte sich von seiner schönsten Seite.
Und da wir schon einmal hier waren, blieben wir noch ein
bisschen.
Zuerst wanderten wir zur Dreifaltigkeitskirche in
Stepanzminda, das wohl bekannteste Postkartenmotiv Georgiens. Hier waren wir
bereits vor ein paar Jahren zu Besuch, dennoch war es erneut beeindruckend, das
wunderschön gelegene und vom Bergmassiv umrahmte Bauwerk aus nächster Nähe zu
sehen.
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| Bei der Dreifaltigkeitskirche |
Dann quälten wir Knupfer über Stock und Stein bis tief ins
Truso-Tal, wo wir die bisher kälteste Nacht unserer Reise verbrachten. Auf
einer Höhe von 2300m sinken die Temperaturen hier nun deutlich unter den
Gefrierpunkt und am nächsten Morgen mussten wir vor dem Kaffeekochen erst
einmal die Eisdecke in unseren Wasserkanistern durchstoßen. Auch von hier aus
unternahmen wir eine kleine Wanderung, hier war das Ziel eine verlassene
historische Siedlung mit den für die Region charakteristischen Wehrtürmen.
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| Erkundung des Truso-Tals |
Und auch die nächsten Tage waren unerwarteterweise mit vielen Stopps vollgepackt – denn irgendwie lag einfach zu viel Sehenswertes auf unserer Route.
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| Erkundung der Höhlenstadt Uplistsikhe |
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| Bei dem Motsameta-Kloster |
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| Wir durchwandern den Martvili-Canyon |
Der außergewöhnlichste Stopp wird jedoch wohl der halbverlassene
Kurort Tskaltubo bleiben.
Hier kurierten zu Sowjetzeiten hunderttausende Genossen pro
Jahr im heilenden Wasser ihre Blessuren aus. Nach dem Zusammenbruch der UDSSR
kam der Betrieb jedoch zumindest zeitweise vollkommen zum Erliegen.
Nun sind dutzende der gigantisch großen Prachtbauten dem
Verfall preisgegeben und die Natur holt sich die Areale Stück für Stück zurück.
Einige der Bauten sind frei zugänglich und können erkundet werden, wobei ein
Hauch von Apokalypse aufkommt.
Nur muss man dabei etwas Vorsicht walten lassen, denn ganz verlassen
sind diese Ruinen nicht. Teils wohnen hier seit 1992/1993 „vorübergehend“ Binnenflüchtlinge
aus Abchasien (welche nach dem Einmarsch der Russen ein neues Zuhause benötigten).
Selbstverständlich wollten wir deren Privatsphäre respektieren und nicht plötzlich
in einem fremden Wohnzimmer stehen.
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| Tskaltubo - oder einer der "Lost Places" in Georgien |
Nach einer knappen Woche hatten wir uns dann jedoch bis an die türkische Grenze vorgearbeitet und wir beendeten unseren kurzen Georgienausflug wie wir ihn begonnen hatten – mit einem guten lokalen Abendessen.
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| Letztes Abendessen in Georgien |



















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