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Über Umwege nach Tadschikistan

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Nach Kirgisistan sollte es auf den Pamir Highway in das benachbarte Tadschikistan gehen. Aufgrund einer territorialen Streitigkeit ist ein direktes Queren derzeit jedoch offiziell nicht möglich - die Grenzen sind seit geraumer Zeit komplett geschlossen. Nun hatten wir jedoch eine Sondergenehmigung erhalten. Mit dieser, so versicherte uns das kirgisische Tourismusbüro, wären wir die ersten Touristen überhaupt, welche die Grenze wieder queren würden. Zwar hatten wir in Zentralasien schon mehrfach am eigenen Leib erfahren müssen, dass es hier nicht unbedingt ratsam ist, Dinge als erstes zu versuchen, aber auf einmal mehr oder weniger kam es nun auch nicht mehr an. Und so machten wir uns auf den Weg zu einem der weltweit höchsten Grenzübergänge. Als wir nach einem halben Tag Fahrtzeit den kirgisischen Grenzposten mitten im Nirgendwo erreichten, waren alle Tore verschlossen und keine Menschenseele zu sehen. Wir überlegten schon wieder kehrt zu machen, als sich endlich ein Grenzbeamter...

Jurtenwanderung im Alay-Gebirge

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Nachdem wir bei unserer letzten Mehrtageswanderung schwer bepackt mit dem eigenen Zelt unterwegs waren, hatten wir uns nun für leichtes Marschgepäck entschieden. 5 Tage wanderten wir durch das Alay-Gebirge und schliefen in Jurten fernab des nächsten Dorfes. Zugegeben, die Camps waren nicht zu 100% authentisch, da die Jurten exklusiv für wanderfreudige Touristen von Juni bis September errichtet werden. Dennoch war es ein sehr nettes Erlebnis, von den stets ortsansässigen Familien mit lokalen Leckereien verköstigt zu werden und in den bunt verzierten Jurten auf Matratzenlagern zu nächtigen. Auch mit leichtem Gepäck war die Wanderung keineswegs ein Sonntagsspaziergang, denn in Summe gab es knapp 90km Wegstrecke und circa 4800 Höhenmeter zu bewältigen. Mehrfach ging es hierbei über wunderschöne Bergpässe mit einer Höhe von bis zu 4300m. Und so freuten wir uns nach den langen Tagesetappen stets auf den wärmenden Ofen und eine Tasse frisch gebrühten Chai. Und los geht's... Auf dem ...

Akklimatisierung im Alay-Gebirge

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Da unser Reisemobil schon länger keine Werkstatt mehr gesehen hatte und einige Wartungstätigkeiten dringend fällig waren, machten wir uns auf den Weg nach Osh. In der zweitgrößten Stadt Kirgisistans ist die Ersatzteilversorgung kein Problem und an jeder Ecke gibt es hier fleißige Schrauber. Auf dem Weg dahin befuhren wir die wohl modernste Schnellstraße des Landes. Der Nord-Süd Highway verläuft mitten durch einen atemberaubenden Canyon und ist so neu, dass er noch nicht einmal in Google-Maps verzeichnet ist. Trotz perfektem Straßenbelag war jedoch wieder einmal nicht an ein entspanntes Dahingleiten zu denken, denn an Hangabsicherungen schien niemand beim Bau der Straße gedacht zu haben (oder diese waren schlicht zu teuer). Überall lagen Felsbrocken auf der funkelnagelneuen Teerschicht, teils war die Straße sogar nur einspurig befahrbar. Und so wird es vermutlich nur wenige Jahre dauern, bis sich auch dieser Straßenzug an das Gesamtbild Kirgisistans angeglichen hat. Verena beim Sitzst...

Über Stock und Stein zu den Seen Kirgisistans

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Während wir für einige Tage unseren Muskelkater auskurierten, musste unser kleines Reisemobil wieder einmal Höchstleistungen erbringen. Denn die kirgisische Natur lässt sich nicht nur sehr gut zu Fuß erkunden, es gibt auch unzählige Bergpässe und Täler, welche über Schotterpisten oder abseits jeglicher Straßen mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden können. Hierbei erklommen wir mit Knupfer ungeahnte Höhen, selbst 4000m hohe Bergpässe überwunden wir (in gewohnt gemächlichem Tempo) ohne Probleme. Unser erster 4000er-Pass mit Knupfer Auf diesen Höhen fühlen sich nur noch die zotteligen Yaks wohl  Für sechs Tage lagen unsere Stellplätze jeweils deutlich über 3000m, was uns atemberaubende Panoramablicke bescherte. Nachteil an der Sache war, dass es nachts auch im August empfindlich kalt werden kann. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt war sichergestellt, dass Verena früher oder später ihre eiskalten Füße unter meine Decke steckte. In den Bergen Kirgisistans leben von Ju...