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Kazchi-Säule, Chiatura & Borjomi-Nationalpark

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Fortan bewegten wir uns zumindest temporär auf alten Pfaden, denn bei der Kazchi-Säule, unserem nächsten Stellplatz, waren wir bereits vor einigen Jahren zu Besuch. Sofern man der Geschichte glauben darf, lebt hier ein Einsiedlermönch allein auf einem exponierten Felsplateau. Einziger Zugang ist eine Leiter sowie ein Flaschenzug für den Warentransport. Blick von unserem Stellplatz auf die Kazchi-Säule  Ob die Geschichte stimmt, können wir auch nach unserem zweiten Besuch nicht final bestätigen, denn auf Winken und freundliches Zurufen hat auch dieses Mal keiner reagiert. Dennoch prosteten wir dem einsamen Gesellen nochmals mit einem heißen Kaffee zu, bevor wir nach einem ausgiebigen Frühstück weiterzogen. Auch in Chiatura waren wir bereits, die Stadt ist bekannt für Ihren Sowjetcharme. Zu Zeiten der Sowjetunion wurden hier tiefe Kohlestollen in den Berg getrieben, welche teils bis heute nahezu unverändert in Betrieb sind. Sich durch die Stadt und die alten teils verlassenen Bau...

Batumi und das Hinterland von Adscharien

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Georgien - das ist, wenn man mit 70 Sachen in einer 40er Zone einem der vielen Schlaglöcher ausweicht und währenddessen feststellen muss, dass man gerade rechts von einem schrottreifen Ford Transit überholt wird. Und so ist man hier im Straßenverkehr stets gefordert, denn entweder kämpft man mit den Schlaglöchern oder mit den rabiaten Verkehrsteilnehmern. In Batumi, unserer Anlaufstelle für die erste Nacht, passte ich mich deshalb sogleich den hiesigen Gewohnheiten an und verpasste dem nächstgelegenen Auto beim Einparken einen Parkrempler. Da es nicht nur nass, sondern auch kalt war, widmeten wir unsere erste Aktivität einem der größten Hobbies aller Georgier – dem Weintrinken. In einem Weinkeller durften wir uns über zwei Stunden hinweg durch das Sortiment des Weinguts kosten. Ausgestattet mit einem bunten Strauß an Fachbegriffen sinnierten wir bei Brot und Käse mit dem Sommelier über die Eigenarten der georgischen Weinproduktion. Corona hat den Weingütern in Georgien übrigens b...

Auf dem Weg nach Georgien

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  Zwischenzeitlich hatten wir uns dazu entschieden als nächstes Land Georgien anzusteuern. Über die Bergpässe in Richtung Schwarzmeerküste Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem entlegenen Stellplatz das erste Mal in Kontakt mit der örtlichen Polizei, denn mitten in der Nacht klopfte es plötzlich an die Seitenscheibe. Drei Beamte hatten wohl zu viel Langeweile und stellten uns mittels Google-Translate ganz scharfsinnige Fragen. Nachdem ich scheinbar glaubwürdig belegen konnte kein ausländischer Agent zu sein und Verena versichert hatte aus freiem Willen mit mir zu reisen, zogen die freundlichen Herren jedoch wieder von dannen. Boxenstopp in einem Restaurant mit eigener Forellenzucht Am Folgetag bauten wir einige Zwischenstopps ein, welche jedoch nicht ausnahmslos von Erfolg geprägt waren. Vor Abfahrt - Morgendliche Stärkung am See Die Highlights bestanden aus einem einstündigen Umweg für eine lokale Spezialität, welche sich als Milchreis mit viel Zucker entpuppte, dicht gefol...

Kappadokien

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Nun ging es nach Zentralanatolien, oder besser gesagt Göreme, dem Zentrum der Region Kappadokiens. Die Gegend um Kappadokien gleicht einer Märchenwelt. Zum einen liegt dies an den skurrilen Gesteinsformationen und der Höhlenarchitektur, zum anderen an den unzähligen Heißluftballons. Über Jahrmillionen hat sich in der Region vulkanischer Tuff abgelagert und allmählich verdichtet. Über Erosion wurde dieser dann teilweise wieder abgetragen. Das Resultat ist ein wildes Durcheinander von Hügeln und Tälern, teils gehen diese sanft ineinander über, teils ragen einzelne Spitzen wie Pilze aus dem Boden. Die Einwohner machten sich diese Gegebenheiten zu Nutze, höhlten das weiche Gestein aus und erschufen so Wohnraum, Kirchen, Taubenschläge - teils sogar ganze Städte. Den Materialeinsatz für die Errichtung dieser Behausungen könnte man als reduziert beschreiben und so waren die Bewohner wohl Vorreiter was ökologisches Bauen angeht. Nachteile dieser Bauweise sind, dass man zum einen stet...