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Es werden Posts vom August, 2022 angezeigt.

Über Stock und Stein zu den Seen Kirgisistans

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Während wir für einige Tage unseren Muskelkater auskurierten, musste unser kleines Reisemobil wieder einmal Höchstleistungen erbringen. Denn die kirgisische Natur lässt sich nicht nur sehr gut zu Fuß erkunden, es gibt auch unzählige Bergpässe und Täler, welche über Schotterpisten oder abseits jeglicher Straßen mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden können. Hierbei erklommen wir mit Knupfer ungeahnte Höhen, selbst 4000m hohe Bergpässe überwunden wir (in gewohnt gemächlichem Tempo) ohne Probleme. Unser erster 4000er-Pass mit Knupfer Auf diesen Höhen fühlen sich nur noch die zotteligen Yaks wohl  Für sechs Tage lagen unsere Stellplätze jeweils deutlich über 3000m, was uns atemberaubende Panoramablicke bescherte. Nachteil an der Sache war, dass es nachts auch im August empfindlich kalt werden kann. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt war sichergestellt, dass Verena früher oder später ihre eiskalten Füße unter meine Decke steckte. In den Bergen Kirgisistans leben von Ju...

Karakol – Endlich wieder Berge

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Am östlichsten Zipfel Kirgisistans winkten wir Kasachstan nochmals zum Abschied zu, dann setzten wir in das Land der Nomaden über. Der abgelegene Grenzposten war für uns auch ein geografischer Wendepunkt, denn exakt 5381 km Luftlinie trennten uns hier von der Heimat (bis zur chinesischen Grenze waren es nur noch 100 km) – weiter werden wir uns auf dieser Reise nicht mehr von zuhause entfernen. Lediglich eine Schranke sowie eine Handvoll Beamte, mehr braucht es hier nicht - so entspannt sollte jede Grenze sein Kaum waren wir auf den kirgisischen Straßen unterwegs, schon hatten wir mit der örtlichen Polizei unsere Freude. Dieses Mal wollte ein erwartungsfroh grinsender Beamter ein paar kirgisische Som für sich abstauben, weil ich angeblich knapp neben einer Stopplinie angehalten hatte. Nach zehnminütiger Diskussion musste er sich jedoch geschlagen geben, denn ich hatte keine Lust schon wieder einen Beamtensold aufzubessern. Unser erster Stopp in Kirgisistan war dann das Städtchen Kar...

Über den Charyn Canyon an die kirgisische Grenze

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Oft liegen Freud und Leid sehr nah beieinander. In unserem Fall feierten wir mittags noch die 20.000 km Marke und tätschelten Knupfer wohlwollend für seine treuen Dienste auf das Armaturenbrett. Als wir dann einige Stunden später bei absoluter Dunkelheit einen Stellplatz suchten (sehr dumm von uns!), übersah ich einen kleinen Graben, welchen wir queren mussten. Es gab einen lauten Schlag und wir setzten sehr unsanft mit dem Motorblock auf einem abgebrochenen Betonrohr auf. Beim Freifahren blinkte dann auch noch die Motorkontrollleuchte auf. Auch nach mehrmaligem Neustart wollte diese einfach nicht ausgehen - mir schwante Böses. Schnell lag ich mitten in der Nacht im Dreck unter unserem Auto und suchte mit der Taschenlampe nach Beschädigungen. Abgesehen von einer leicht eingedrückten Ölwanne konnte ich jedoch nichts feststellen. Glücklicherweise konnte ich den Fehler aber noch vor Ort mittels Diagnosegerät löschen und die Motorkontrollleuchte blieb tatsächlich aus - scheinbar hatte si...