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Es werden Posts vom Juli, 2022 angezeigt.

Das Warten hat (k)ein Ende

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Mittels Taxis, Minibus und Trampen hangelten wir uns vom Iran nach Armenien. Von dort ging es per Flugzeug weiter nach Aktau in Kasachstan. Hier wollten wir einige Tage später unser Auto wieder in Empfang nehmen. Verena versucht ihr Tramperglück an der iranisch-armenischen Grenze Großzügigerweise darf ich ebenfalls mitfahren Vor Kasachstan lassen wir es uns in Armenien kulinarisch nochmals gut gehen Das Städtchen Aktau ist auf Grund der Rohstoffvorkommen in den 1950er Jahren auf dem Reisbrett der Sowjets mitten im Nirgendwo, fernab jeglicher Zivilisation entstanden. Somit hat der Ort weder kulturell noch architektonisch etwas zu bieten und abgesehen von Plattenbauten sowie Supermärkten gibt es hier nur wenig Sehenswertes. Einzig der eher mittelmäßige Strand an der Kaspischen See verspricht etwas Ablenkung. Die Sehenswürdigkeiten von Aktau: Ein alter Kampfjet... ...und ein Kriegsdenkmal mit ewiger Flamme - das war es schon! Plattenbau und Blümchentapeten vom Feinsten - unser trautes H...

Weiterfahrt am seidenen Faden

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Vor Reiseantritt war für uns noch nicht sichergestellt, ob wir es mit unserem Auto bis nach Zentralasien entlang der Seidenstraße schaffen würden. Zwar gäbe es in einer normalen Welt eine Vielzahl von „klassischen“ Routen, aber keine dieser Varianten ist aktuell wirklich für uns umsetzbar. Russland treibt Krieg, Aserbaidschan lässt aus unerfindlichen Gründen das Einreisen lediglich auf dem Luftweg zu, Turkmenistan hat sich seit Corona komplett eingeigelt und in Afghanistan herrschen nun die Taliban. Und so suchten wir insbesondere in den letzten Wochen unseres Iranaufenthaltes nach alternativen Wegen, wie es weitergehen könnte. Verena schrieb nahezu täglich Nachrichten an die Konsulate der Region. Den spärlichen Rückmeldungen nach zu urteilen, sind ihre Mails aber direkt im Spamordner der Botschaften gelandet, denn nur wenige erbarmten sich zu einer Antwort. Und so schmissen wir mehrmals täglich die Pläne über den Haufen. Mal wollten wir in den Oman übersetzen, dann überlegten ...

Über das Zagros-Gebirge und Kurdistan in den Norden

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Der Iran gehört flächenmäßig zu den 20 größten Länder der Welt. Und so dauert es einige Zeit, bis man vom südlichen Zipfel wieder zurück in den Norden gelangt ist. Hinzu kommt, dass das Land viel zu schön für die Schnellstraße ist und so ließen wir uns für diese Strecke circa zwei Wochen Zeit. Der erste Stellplatz war das Ufer eines abgelegenen Stausees, wo wir eigentlich nicht wirklich mit Gesellschaft rechneten. Doch wie das im Iran so ist, war auch recht schnell eine Familie aus dem nahegelegenen Dorf am Start und lud uns kurzerhand zum gemeinsamen Kebab-Essen ein. Während wir am Lagerfeuer auf die perfekte Glut warteten, schwang Verena mit den Mädels zu traditioneller iranischer Popmusik ihre Hüften und für uns Männer gab es parallel das maskuline Kontrastprogramm. Denn das Familienoberhaupt, ein leidenschaftlicher Jäger, versuchte bei absoluter Dunkelheit mit einer russischen Schrotflinte in die Luft geworfene Tomaten vom Himmel zu schießen. Trotz Sprachbarriere war dies wie...