Mittels Taxis, Minibus und Trampen hangelten wir uns vom
Iran nach Armenien. Von dort ging es per Flugzeug weiter nach Aktau in
Kasachstan. Hier wollten wir einige Tage später unser Auto wieder in Empfang
nehmen.
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| Verena versucht ihr Tramperglück an der iranisch-armenischen Grenze |
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| Großzügigerweise darf ich ebenfalls mitfahren |
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| Vor Kasachstan lassen wir es uns in Armenien kulinarisch nochmals gut gehen |
Das Städtchen Aktau ist auf Grund der Rohstoffvorkommen in den 1950er
Jahren auf dem Reisbrett der Sowjets mitten im Nirgendwo, fernab jeglicher
Zivilisation entstanden. Somit hat der Ort weder kulturell noch architektonisch
etwas zu bieten und abgesehen von Plattenbauten sowie Supermärkten gibt es hier
nur wenig Sehenswertes. Einzig der eher mittelmäßige Strand an der Kaspischen
See verspricht etwas Ablenkung.
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| Die Sehenswürdigkeiten von Aktau: Ein alter Kampfjet... |
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| ...und ein Kriegsdenkmal mit ewiger Flamme - das war es schon! |
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| Plattenbau und Blümchentapeten vom Feinsten - unser trautes Heim |
Und so wollten wir diese trostlose Gegend eigentlich nur so
schnell wie möglich wieder verlassen.
Leider schien unsere Pechsträhne jedoch einfach nicht enden
zu wollen. Denn aus einer schnellen Abfahrt wurde nichts - aus wenigen Tagen
sollten schlussendlich zwei Wochen werden. In Summe hat die Verschiffung somit
sogar dreieinhalb Wochen in Anspruch genommen.
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| Endlich kommt unsere Fähre, vom Strand aus verfolgen wir gespannt die Einfahrt |
Jeder einzelne Schritt benötigte mehr Zeit als veranschlagt.
Zuerst kam kein Schiff, dann war lange Zeit unklar, ob unser Auto überhaupt
mitgenommen werden würde. Natürlich nahm die Verladung ebenfalls mehr Zeit als
geplant in Anspruch. Als dann endlich der Anker gelichtet wurde, fuhr die Fähre
nur für wenige Stunden, denn gleich zweimal musste sie wegen Schlechtwetter
Schutz in nahegelegenen Häfen suchen. Selbst bei der Abholung des Autos kam es
zu Verzögerungen. Zuerst waren wegen Regenfällen alle Straßen überflutet und
dann streikte das Computersystem des Zolls.
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| Kein Durchkommen, nach Regenfällen steht die Stadt unter Wasser |
Und so war die Freude entsprechend groß, als wir endlich unseren
Wohnungs- gegen den Fahrzeugschlüssel tauschen und in die unendlichen Weiten
Kasachstans fahren konnten.
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| Wir sind wieder vereint - endlich kann es weiter gehen |
So schön eine Reise mit dem eigenen Fahrzeug auch ist, so sehr
kann diese auch zur Belastungsprobe werden. Denn sofern Landgrenzen versperrt
sind oder ein Defekt auftritt, kann man nicht einfach in den nächsten Flieger
sitzen. Man wird stets gefordert eine Lösung zu finden, egal wie lange es
dauern mag.
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