Posts

Es werden Posts vom Juni, 2022 angezeigt.

Rageh-Canyon und die Lut-Wüste

Bild
Der Rageh-Canyon wird in keinem Reiseführer erwähnt, nicht einmal die Wege sind in Google-Maps und Co. verzeichnet. Und so haben wir nur durch einen Zufall von dieser beeindruckenden Naturkulisse erfahren. Zwischen zwei Schnellstraßen gelegen, erstreckt sich der Canyon über eine Länge von etwa 20 km und teils reichen die Steilwände links und rechts des Flussbettes über 80 Meter in die Höhe. Wir hatten gelesen, dass es möglich sei, das gesamte Areal der Länge nach zu durchfahren. Und da dies sowieso halbwegs auf unserer Route lag, nahmen wir diesen Abstecher gerne in Angriff. Bevor wir uns in den Canyon wagten, machten wir nochmals irgendwo im Niergendwo einen Zwischenstopp Verena kam hierbei eine wichtige Rolle zuteil, denn als Copilot war es ihre Aufgabe mittels Google-Earth die Route zu deuten und uns sicher ans andere Ende zu navigieren. Hierbei war es schon ein kleines Abenteuer den Einstiegspunkt zu finden. Geht es wirklich hier entlang? Oder doch lieber in diese Richtung? A...

Über Persepolis nach Shiraz

Bild
Persepolis und die Bauten in der Umgebung gelten als Wunder der antiken Welt. Ein halbes Jahrtausend vor Christus, als man bei uns sprichwörtlich „noch auf den Bäumen lebte“, wurden hier architektonische Meisterleistungen verbracht. Von hier aus wurde das altpersische Reich unter den Achämeniden regiert und die Könige dieser Zeit scheuten keine Mühe sich pompöse Denkmale zu setzen. Die Mausoleen von Naqsh-e Rostam Heute sieht man leider nur noch das, was vom brandschatzenden Feldzug der Griechen übrigblieb, bzw. in mühevoller Kleinstarbeit wieder archäologisch aufbereitet wurde. Die Ruinen von Persepolis Dennoch sind die Überreste mehr als beeindruckend und wenn man so durch die Ruinen wandert, kann man noch sehr gut erahnen, welchen Prunk diese Städte hatten. Die einzige Sache, die uns hier nicht gefiel, war unser Nachtlager. Denn es schien, als ob wir uns genau jenen Parkplatz ausgesucht hatten, welchen sämtliche Führerscheinanwärter der Region als Übungsplatz auserkoren hatten...

Yazd & die Besteigung des Shir Kuh

Bild
Der nächste Halt auf dem Weg in den Süden war Yazd, eine der ältesten Städte des Irans. Ursprünglich an einem See gegründet, grenzt Yazd heute nur noch an Wüste. Hitzebedingt ließen wir es hier ruhig angehen, denn sich länger in der Mittagshitze aufzuhalten gleicht nun Selbstmord. Das Ziel bestand darin, ein Gleichgewicht zwischen Sightseeing und Schattenzeit zu finden. Einer ausgiebigen Kebab-Mahlzeit in einem kühlen Gewölbe folgte der Besuch der Jameh-Mosque mit dem höchsten Minarett des Irans. Die Altstadterkundung beendeten wir dann mit einem kalten Getränk in einem der vielen liebevoll gestalteten Cafés. Zwar scheuen wir keine Gesellschaft, aber bei unseren Stellplätzen sind wir am liebsten ungestört, und so nutzten wir die nahegelegene Wüste und flüchteten abends in die Einsamkeit. Unser Stellplatz in der Wüste bei Yazd Am nächsten Tag besuchten wir die „Tower of Silence“, wo Anhänger des Zoroastrismus noch bis in die 1970er Jahre ihre Verstorbenen bestatteten (zwar unwah...