Rageh-Canyon und die Lut-Wüste
Der Rageh-Canyon wird in keinem Reiseführer erwähnt, nicht einmal die Wege sind in Google-Maps und Co. verzeichnet. Und so haben wir nur durch einen Zufall von dieser beeindruckenden Naturkulisse erfahren.
Zwischen zwei Schnellstraßen gelegen, erstreckt sich der
Canyon über eine Länge von etwa 20 km und teils reichen die Steilwände links
und rechts des Flussbettes über 80 Meter in die Höhe.
Wir hatten gelesen, dass es möglich sei, das gesamte Areal
der Länge nach zu durchfahren. Und da dies sowieso halbwegs auf unserer Route
lag, nahmen wir diesen Abstecher gerne in Angriff.
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| Bevor wir uns in den Canyon wagten, machten wir nochmals irgendwo im Niergendwo einen Zwischenstopp |
Verena kam hierbei eine wichtige Rolle zuteil, denn als
Copilot war es ihre Aufgabe mittels Google-Earth die Route zu deuten und uns
sicher ans andere Ende zu navigieren. Hierbei war es schon ein kleines
Abenteuer den Einstiegspunkt zu finden.
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| Geht es wirklich hier entlang? |
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| Oder doch lieber in diese Richtung? |
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| Also hier ist jedenfalls Endstation! |
Irgendwann legten wir das Handy dann jedoch bei Seite, denn
zwischen der sicheren und der interessanten Route gab es leider des Öfteren
Diskrepanzen. Und so hangelten wir uns frei Schnauze von Schotterpiste zu
Schotterpiste. Mal standen wir ganz oben am Rande einer Steilklippe, dann
querten wir wieder das Flussbett und wechselten die Flanken.
Hin und wieder kam unser kleines Reisemobil an seine
Grenzen, aber am Ende haben wir es dann doch unbeschadet und ohne stecken zu
bleiben durch den gesamten Canyon geschafft.
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| Bevor wir uns in die die unerbittliche Hitze der Lut-Wüste stürzten, ging es nochmals kurz in die Berge |
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| Wagemutig meisterte Verena hier ihren ersten Feindkontakt, der Salat konnte gerettet werden (man beachte den Gesichtsausdruck) |
Im Nachhinein könnte der Canyon auch als Trainingslager für die nächsten Tage gewertet werden, denn die Bedingungen unseres nächsten Stopps, der Lut-Wüste, waren keineswegs besser.
Im Sommer kann es hier bis zu 70°C heiß werden, der Juni
kann somit nicht gerade als ideale Reisezeit angesehen werden. Dennoch wollten
wir unbedingt etwas Zeit hier verbringen, denn wir hatten schon so viele tolle
Bilder gesehen.
Mit der Klimaanlage am Anschlag wagten wir uns also in die
Wüste und wurden nicht enttäuscht. Denn hier gibt es nicht die üblichen
Sanddünen, die wir schon kannten, vielmehr ist das Landschaftsbild von
unzähligen beeindruckenden, stromlinienförmig erodierten Kalksteinfelsen mit
einer Höhe von bis zu 155 Meter geprägt.
Wie heiß es bei uns wirklich war, können wir nicht mit
absoluter Sicherheit sagen, denn mehr als 55°C Außentemperatur kann unser Auto
scheinbar nicht anzeigen. Bei diesen Temperaturen streikte übrigens auch
irgendwann unsere Klimaanlage, nur auf der kleinsten Stufe wollte sie ihren Dienst
noch verrichten.
Aus dem Auto auszusteigen glich einer Tortur, denn neben der
Hitze wehte uns permanent ein Wind, wie aus einem Heizgebläse, um die Ohren. Dies
war selbst für Verena zu viel und ich hörte das erste Mal überhaupt, dass sie
nun gerne an einem kalten Ort wäre.
Erst gegen Abend sanken die Temperaturen auf entspannte 40°C,
unseren dicken Schlafsack hatten wir da zum Glück schon tief im Auto verstaut.
Bei aller Anstrengung hat sich der Ausflug aber dennoch gelohnt. Denn waren wir anfangs noch zaghaft, so wagten wir uns bald etwas tiefer in die Wüste. Kreuz und quer durch dieses bizarre Landschaftsbild zu fahren wird uns sicherlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben.
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| Ich habe meine erste Festung eingenommen |
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| Manche der Warnhinweise sind dann doch etwas verwirrend |
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| Im Schatten einer Gesteinsformation lässt es sich noch gerade so aushalten |
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| Unser Nachtlager |
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| Knupfer auf Abwegen |
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| Fahrt durch Ruinen in der Wüste |




















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