Über Persepolis nach Shiraz
Persepolis und die Bauten in der Umgebung gelten als Wunder der antiken Welt. Ein halbes Jahrtausend vor Christus, als man bei uns sprichwörtlich „noch auf den Bäumen lebte“, wurden hier architektonische Meisterleistungen verbracht. Von hier aus wurde das altpersische Reich unter den Achämeniden regiert und die Könige dieser Zeit scheuten keine Mühe sich pompöse Denkmale zu setzen.
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| Die Mausoleen von Naqsh-e Rostam |
Heute sieht man leider nur noch das, was vom
brandschatzenden Feldzug der Griechen übrigblieb, bzw. in mühevoller
Kleinstarbeit wieder archäologisch aufbereitet wurde.
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| Die Ruinen von Persepolis |
Dennoch sind die Überreste mehr als beeindruckend und wenn
man so durch die Ruinen wandert, kann man noch sehr gut erahnen, welchen Prunk diese
Städte hatten.
Die einzige Sache, die uns hier nicht gefiel, war unser
Nachtlager. Denn es schien, als ob wir uns genau jenen Parkplatz ausgesucht
hatten, welchen sämtliche Führerscheinanwärter der Region als Übungsplatz auserkoren
hatten - und während wir schlafen wollten, stand Nachtfahrt auf dem Programm.
Entsprechend kurz war die Nacht, denn rund um uns herum wurde die Nacht
hindurch stop-n-go geübt.
Nun ging es weiter nach Shiraz, die Hauptstadt der Poesie (zwei der wichtigsten iranischen Dichter stammen von hier).
Auf dem Weg dahin knackten wir dann auch die erste 10.000km-Marke
unserer Reise. Ganze 1100 Liter Benzin hat sich Knupfer seit Zuhause nun schon
gegönnt.
Was uns von Shiraz besonders in Erinnerung bleiben wird,
sind die vielen Begegnungen und Gespräche.
Nachfolgend ein kleiner (unvollständiger) Auszug:
Da war zum Beispiel der Architekt aus Berlin, dessen eigenes
Büro Corona den Gar ausmachte. Kurzerhand ist er mit seinem über 20 Jahre alten
Twingo in den Iran gefahren. Wir dachten ja immer unser Reisestil sei nicht
gerade luxuriös, aber sein Auto hatte nicht einmal eine Klimaanlage.
Oder die iranische Lehrerin, für die ein Englischkurs zu
teuer ist. Deshalb übersetzt sie Poesiesprüche auf Englisch und trägt diese zur
Übung Touristen vor. Gleich einen ganzen Stapel an Versen und Bauernweisheiten
hat sie uns zum Besten gegeben und eine wahre Freude daran gehabt.
Oder der 26-jährige Iraner, mit dem wir uns ausgiebig über
das Verhältnis zwischen dem Iran und den USA, der Politik im Land und unser
aller Sichtweisen austauschten.
Oder der 22-jährige Tourismus-Student, der abends im Hostel
arbeitet und morgens Elektrogeräte repariert, um so sein großes Ziel zu
erreichen: genug Geld zu sparen, um das Land verlassen zu können.
Und nicht zuletzt die junge Iranerin, welche 12 Jahre in
Malaysia lebte, nun jedoch zurück in den Iran kam, weil hier alles viel
entspannter ist. Nun reist sie open-end durch das Land und konnte uns so einige
Empfehlungen geben.
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| Ein Selfie zum Abschied musste natürlich sein - wir mit einer unseren neuen Bekannten |
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| Ein Verkaufsschlager, Küken in allen Farben |
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| Beim Besuch eines heiligen Schreins, jede Fläche wurde hier mit kleinen Spiegelelementen ausgestattet |
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| Zum Abschied kauften wir uns noch einen Barrakuda auf dem Markt... |
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| ...und dann ging es durch die kleinen Gassen weiter zum nächsten Ziel |





















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