Yazd & die Besteigung des Shir Kuh

Der nächste Halt auf dem Weg in den Süden war Yazd, eine der ältesten Städte des Irans. Ursprünglich an einem See gegründet, grenzt Yazd heute nur noch an Wüste.

Hitzebedingt ließen wir es hier ruhig angehen, denn sich länger in der Mittagshitze aufzuhalten gleicht nun Selbstmord. Das Ziel bestand darin, ein Gleichgewicht zwischen Sightseeing und Schattenzeit zu finden.

Einer ausgiebigen Kebab-Mahlzeit in einem kühlen Gewölbe folgte der Besuch der Jameh-Mosque mit dem höchsten Minarett des Irans. Die Altstadterkundung beendeten wir dann mit einem kalten Getränk in einem der vielen liebevoll gestalteten Cafés.





Zwar scheuen wir keine Gesellschaft, aber bei unseren Stellplätzen sind wir am liebsten ungestört, und so nutzten wir die nahegelegene Wüste und flüchteten abends in die Einsamkeit.


Unser Stellplatz in der Wüste bei Yazd

Am nächsten Tag besuchten wir die „Tower of Silence“, wo Anhänger des Zoroastrismus noch bis in die 1970er Jahre ihre Verstorbenen bestatteten (zwar unwahrscheinlich, aber für diejenigen unter uns, die noch nie davon gehört haben: Zoroastrismus ist eine Religion). Hierbei wurden die Leichen auf einem Turm abgelegt und der Natur freigegeben. Durch die Urbanisierung rückte der Turm jedoch immer näher an die Stadt heran, was nicht ohne folgen blieb. So kam es immer wieder vor, dass Vögel Leichenteile abwarfen und die Bestattungsart wurde schlussendlich verboten.

In der Ferne ist der Tower of Silence zu sehen

Nach all der Hitze ging es nun in die Berge, wo wir auf ca. 2500m Höhe unser Nachtlager aufschlugen. Von hier aus bestiegen wir am Folgetag den Shir Kuh, welcher mit 4055m Höhe der größte Gipfel in der Region ist.

Unser Stellplatz, Ausgangspunkt der Wanderung zum Shir Kuh


Geschafft, wir sind auf 4055m angekommen


Und plötzlich war da ein Fisch aus Stein

Am Vortag waren wir noch in der Wüste, nun laufen wir über Schnee (zugegeben, es waren nur kleine Überreste)




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