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Es werden Posts vom Mai, 2022 angezeigt.

Tabriz & die Berge des Nordwestens

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Der Grenzübertritt von Armenien in den Iran war der bisher wohl chaotischste. Zwar wollte außer uns niemand die Grenze queren und wir bekamen ein Stück leckere Wassermelone vom iranischen Grenzbeamten gereicht, dennoch vergingen fast drei Stunden, bis endlich der letzte Grenzpflock gehoben wurde. Ein durchschaubarer Prozess war für uns hierbei nicht zu erkennen, denn mehrfach wurden wir durch das gesamte Areal gescheucht und am Ende waren unsere Dokumente auch noch falsch gestempelt. Eine halbe Stunde verging allein für die Warterei, bis ein Beamter sein Mittagessen verspeist hatte. Da der Iran aufgrund der Sanktionen nicht an das internationale Zahlungssystem angebunden ist, sind unsere Kreditkarten hier vollkommen nutzlos. Hinzu kommt, dass die Inflation unglaublich hoch ist und der offizielle Kurs weit vom Straßenwert abweicht. Und so mussten wir nach Einreise erst einmal in einem Hinterstübchen ein paar Euro gegen einen fetten Stapel iranische Rial tauschen. Als frisch gebacken...

Wir setzen unsere Reise fort

Der plötzliche Tod meines Vaters war für uns alle ein großer Schock - viel zu früh hat er uns verlassen! Und so war es nun sehr wichtig, Zeit mit Freunden und vor allem der Familie zu verbringen. Nach zwei Wochen Zuhause, versuchen wir nun jedoch wieder vorsichtig nach vorne zu blicken, mit sehr gemischten Gefühlen brechen wir auf und setzen unsere Reise fort. Mit neuen Visa im Gepäck fliegen wir über Istanbul nach Teheran, wo unser Auto auf uns wartet. Wir werden nun an die letzten Posts anknüpfen, denn im Iran hatten wir bereits einiges erlebt und zu Papier gebracht.

Wir unterbrechen unsere Reise

Eigentlich wollte ich schon die ersten Geschichten und Bilder aus dem Iran hochladen, jedoch kommt manchmal alles anders als man denkt. Von Zuhause haben uns sehr traurige Nachrichten erreicht und so sind erst einmal andere Dinge wichtiger. Wir unterbrechen deshalb unsere Reise und fliegen in die Heimat.

Über Jerewan in den Süden Armeniens

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Was Armenier besonders gerne machen, ist das Schneiden von Kurven. So lange kein Gegenverkehr kommt, ist das ja noch ganz nett, aber in unserem Fall staunte ich nicht schlecht, als mir beim Einfahren in eine uneinsehbare Kurve ein alter Mercedes auf unserer Spur entgegenkam. Ich versuchte noch auszuweichen, aber so ganz hat es leider nicht mehr gereicht und so hatten wir nun unseren ersten kleinen Unfall (unter Armeniern wäre der Vorgang somit wohl eher als Kratzer durchgegangen). Um keine Probleme zu bekommen, ließen wir den Unfall dennoch von der Polizei aufnehmen, blöd war nur, dass der Beamte kein Wort Englisch sprach und sämtliche Formulare in der Landessprache auszufüllen waren. Nachdem sich eine Traube zufällig vorbeifahrender Personen, welche das Ereignis zum Schwatz nutzten, zu uns gesellt hatten, hielt glücklicherweise jemand mit Englischkenntnissen an und half beim Übersetzen. Ordnung muss sein - der Gesetzeshüter bei der Arbeit Endlich konnte es weiter gehen! Nur le...