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Es werden Posts vom April, 2022 angezeigt.

Der Norden von Armenien

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 In Tiflis bekamen wir alle nochmals eine Grundreinigung. Knupfer ging es mit Dampfstrahler und Staubsauger an den Kragen und wir gönnten uns ein Schwefelbad samt Peeling in einem der historischen Badehäuser. Frisch gewaschen machten wir uns auf nach Armenien, wo man uns am Grenzübergang gleich viel Vertrauen entgegenbrachte. Denn allein die mündliche Bestätigung einer gültigen Covid-Impfung reichte aus und nach einer anschließenden Schnitzeljagd durch diverse Amtszimmer, hieß es „schnorrhakalutsjun“ (Lautschrift des wohl kompliziertesten Wortes für Danke) „now go Armenia“. Abrupt hörten nach Grenzübertritt auch Knupfer‘s ständiges Klappern und Knarzen auf, denn die Straßen wiesen nun deutlich weniger der in Georgien fast liebgewonnen Schlaglöcher auf. Auch waren wir anfangs leicht irritiert, als uns über Kilometer hinweg partout niemand überholen wollte. Erleichtert stellten wir irgendwann fest, dass es hier wohl einfach nur etwas entspannter im Straßenverkehr zugeht. Armen...

Vashlovani-Nationalpark (oder wir machen das Offroad-Seepferdchen)

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Der nun besuchte Nationalpark im Südosten Georgiens hat ein signifikantes Alleinstellungsmerkmal, denn das Auto muss hier nicht draußen bleiben, ganz im Gegenteil, es wird sogar zwingend benötigt. Das Areal ist zu weitläufig, als dass man es vernünftig durchwandern könnte, und so können die Routen mittels Allradfahrzeug erkundet werden. In 4 Tagen fuhren wir mehr als 400 Kilometer (überwiegend im ersten und zweiten Gang) über Stock und Stein. Mal folgten wir ausgetrockneten Flussbetten in einer Mondlandschaft, dann fanden wir uns in einer Steppenlandschaft wieder und fühlten uns wie auf einer Safari in Afrika. Glücklicherweise folgte einem Geraschel im Busch für üblich lediglich ein eher träge dreinschauender Wiederkäuer und kein Löwe. Grand Canyon Feeling in Georgien Sovjetflair am Stausee - die Fenster müssen hier nicht mehr geputzt werden An einigen Stellen gibt es sogenannte "Mud-Vulcanos", die einen fördern Teerpampe zu Tage... ...an anderer Stelle greift die Unterwe...

Über Wardsia & das Javakheti Plateau nach Tiflis

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Im 12. Jahrhundert errichtet, hielt das in die Felswand geschlagene und vor Feinden versteckte Wardsia-Kloster lediglich für circa 100 Jahre stand. Denn dann legte ein Erdbeben einen Großteil der über tausend Räumlichkeiten frei und die Anlage musste aufgegeben werden. Aus heutiger Sicht hat dies den Vorteil, dass man sich bereits aus der Ferne einen guten Eindruck von den Dimensionen dieser beeindruckenden Anlage machen kann.   Aus der Ferne sieht die Felswand aus wie ein Schweizer Käse Als wir durch das Labyrinth schlenderten, konnten wir einige Parallelen zu den in der Türkei besuchten unterirdischen Städten ausmachen. Denn auch hier legten die Bewohner auf die essenziellen Dinge des Lebens besonderen Wert, so gab es unter anderem 25 Weinkeller. Zu gerne hätten wir mit angesehen, wie die beschwipsten Mönche nach einem Gelage die dunklen und steilen Gänge in das Schlafgemach zurückgepurzelt sind. Nach einer ausgiebigen Erkundungstour ging es weiter zum Parawanisee auf dem J...