Von Bukhara über die „50 Festungen“ nach Khiva

Dass es in den Städten Usbekistans deutlich touristischer als im Rest Zentralasiens zugeht, bemerkt man recht schnell. Zwar sind die meisten Einheimischen nach wie vor sehr freundlich, aber mehr als einmal wurde auch versucht auf unsere Kosten Kasse zu machen.

Bestes Beispiel hierfür war ein Tankwart, der gleich zwei Anläufe unternahm, mich zu bescheißen. Zuerst tippte er einen zu hohen Betrag in sein Visagerät ein. Als ich dies bemerkte und er das vermeintliche Missgeschick korrigiert hatte, behauptete er, dass die Transaktion fehlgeschlagen sei und wollte nochmals abrechnen.  Erst nach lautstarkem Protest sowie einer ausgiebigen Beleidigung meinerseits (in astreinem Badisch), gab er klein bei und wir konnten weiterziehen.

Und wie auch bei unserer letzten Station gab es in den nun besuchten Städten Bukhara und Khiva unzählige historische Bauten zu besichtigen – entsprechend viele Touristen säumten die Straßen.

In Bukhara stehen mehr als 140 Gebäude unter staatlichem Schutz und die vollständig sanierte Altstadt von Khiva gleicht eher einem Freilichtmuseum als einer bewohnten Stadt.

Um von der Überzahl an Sehenswürdigkeiten nicht erschlagen zu werden, konzentrierten wir uns daher auf einen kleineren Teil der Bauten und ließen uns sonst eher durch die Straßen treiben. Insbesondere die späten Abend- und frühen Nachtstunden gefielen uns hierbei besonders, denn zum einen herrschte hier in den Gassen gähnende Leere und zum anderen waren einige der Bauten wunderschön beleuchtet.






Impressionen aus Bukhara








Und einige Eindrücke aus Khiva

Grüne Nudeln - eine lokale Spezialität Khivas und unser kulinarische Highlight (zugegeben, die Varianz an Gerichten ist hier etwas limitiert)

Und so schön diese Städte auch sind – wirklich lange haben wir uns hier dann doch nicht aufgehalten. Denn meistens zog es uns wieder in die Natur, wo wir irgendwo in der Steppe fernab jeglichen Trubels übernachten konnten.

Ein Zwischenstopp machten wir zum Beispiel bei den „50 Festungen“, einer halb vergessenen Kette befestigter Siedlungen zwischen Bukhara und Khiva.

Einst bildete dieser Festungsring die Grenze zwischen dem kultivierten Delta und den Steppennomaden, heute sind jedoch nur noch die verfallenen Überreste der bis zu 2300 Jahre alten Festungen in der Halbwüste zu sehen.

Nachdem wir einige dieser Ruinen erkundet hatten, fuhren wir in eine der Festungen hinein, schlugen unser Nachtlager auf und ließen den Abend am wärmenden Feuer unter Sternenhimmel ausklingen.

Beim Erkunden der verlassenen Festungen


Sonnenuntergang in der Steppe

Unser Nachtlager in einer der Ruinen

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