Irgendwie können wir von Bergen einfach nicht genug bekommen
und so machten wir uns nach dem Pamir Highway schnurgerade auf den Weg in Richtung
Fan-Gebirge.
Am größten See in der Region, dem Iskanderkul, legten wir
unsere erste Rast ein. Unweit von der Feriendatscha des tadschikischen Präsidenten
nächtigten wir unter klarstem Sternenhimmel und erfrischten uns morgendlich im
kühlen Nass.
 |
| Unser Stellplatz am Seeufer |
 |
| Vormittags war es absolut windstill, sodass sich die Berge wunderschön auf der Wasseroberfläche spiegelten |
 |
| Verena beim eiskalten Morgenbad - danach war sie putzmunter |
Frisch ausgeruht machten wir uns auf den Weg das Gebirge
weiter zu erkunden - nun jedoch wieder schwer bepackt mit Zelt und
Campingkocher. In 5 Tagen überwunden wir zwei Bergpässe, legten 40km bzw. 3500
Höhenmeter zurück und campierten an surreal schönen Bergseen, welche allesamt
von frischem Gletscherwasser gespeist wurden.
 |
| Beim wärmenden Feuer - dies war an jedem Abend ein festes Pflichtprogramm |
 |
| Verena mit Tee im warmen Schlafsack - neben der Feuerstelle ihr absoluter Lieblingsplatz |
 |
| Beim Alaudin-Pass auf 3860m |
 |
| Einer unserer Zeltplätze |
 |
| Unser zweiter Pass, der Laudon (3630m) |
Wie gemalt lagen die Bergseen umrahmt von schneebedeckten Gipfeln
mit ihrem kristallklaren Wasser vor uns und schimmerten in den schönsten Blau-,
Türkis- und Grüntönen.
 |
| Der Alaudin-See - unser absolutes Lieblingsgewässer in der Region |
 |
| Tageswanderung zum Mutnye-See |
Kurz vor Ende der Wanderung wurden wir von einer Familie zum
Tee eingeladen. Darauf folgten selbstgemachter Joghurt, Brot und ein lokales
Mittagsgericht. Nach 5 Tagen mäßig kulinarischer Campingkost war dies eine
willkommene Abwechslung und ein sehr gelungener Abschluss unserer
Mehrtagestour.
Irgendwie wollten wir uns erkenntlich zeigen, aber wie so
oft auf dieser Reise wollte die Dame des Hauses bzw. der Hütte außer einem
Dankeschön keinerlei Bezahlung akzeptieren. Wenn man bedenkt, dass
Tadschikistan zu den Entwicklungsländern zählt und Organisationen wie das
„World Food Programm“ hier eine feste Größe darstellen, ist dies wieder einmal umso
mehr bemerkenswerter.
 |
| Verena mit unserer lieben Gastgeberin |
Und mit Seen sollte es zum Abschluss Tadschikistans
weitergehen, denn als letztes besuchten wir „The Seven Lakes“. Wie an einer
Perlenkette aufgereiht, liegen diese hintereinander und speisen sich über einen
gemeinsamen, teils unterirdischen Gebirgsfluss.
 |
| Eine kleine Auswahl der sieben Seen |
Das Highlight bildet hierbei der besonders schönste und letzte
See, welchen man aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse üblicherweise zu
Fuß erreicht. Aber wir hatten von unserer letzten Wanderung noch Plattfüße und
so wagten wir die Anfahrt mit unserem Auto.
Und tatsächlich zeigte Knupfer, wie bereits so oft auf dieser Reise, zu
welchen Leistungen er im Stande ist. Denn irgendwann hatten wir uns (mit
letzter Kraft) über sehr unwegsame Serpentinen bis zum Ziel vorgearbeitet und
schlugen mit ein paar trocknenden (Angst)Schweißperlen auf der Stirn am Seeufer
unser Nachtlager auf.
 |
| Über Stock und Stein - hier auf dem Rückweg |
Nun haben wir nach vier Wochen die tadschikischen Berge
hinter uns gelassen und stehen am Grenzübergang zu Usbekistan, unserem letzten
Land in Zentralasien.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen