Da wir die Landschaft auf dem Pamir nicht nur fahrend aus
dem Fenster begutachten wollten, bauten wir zur Abwechslung immer wieder
Zwischenstopps ein.
Unter anderem bestiegen wir mehrere Gipfel mit Höhen von mehr
als 4700m, wo wir atemberaubende Panoramablicke genießen konnten.
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| Geschafft, wir sind auf dem 4746m hohen Gipfel angekommen |
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| Und auch bei der nächsten Wanderung stiegen wir auf 4722m empor |
Wir bestaunten unter anderem historische Höhlenmalereien, kletterten in
einen Meteoritenkrater und badeten in heißen Quellen.
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| Infos zu den Malereien waren leider keine zu finden, nett anzusehen waren sie aber allemal |
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| Eigentlich würden die Hörner eher zu Verenas Charakterbild passen, aber ich will da nicht so kleinlich sein ;-) |
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| Ich im Krater - zu gerne hätten wir den Feuerball gesehen, der hier einschlug |
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| Wellness "Tajik-Style" - Plantschen im warmen Nass |
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| Gespanntes Warten auf das große Ereignis... |
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| ...und tatsächlich, von Zeit zu Zeit sprudelt der Geysir |
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| Shoppen beim Containermarkt |
Und selbstverständlich durfte auch die Erkundung
sowjetischer Hinterlassenschaften nicht fehlen. Auf einem abgelegenen Berg
wurde nach dem Zerfall der Sowjetunion ein kleines Observatorium samt
Nebenanlagen sich selbst überlassen. Natürlich konnten wir das Areal erst wieder
verlassen, nachdem ich jeden Stein umgedreht hatte.
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| Die Sternwarte im Nirgendwo |
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| Selbst eine mobile Anlage wurde zurückgelassen |
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| Hier fühlt sich unser treues Gefährt richtig jung |
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| Leider schlug jeglicher Startversuch fehl |
Irgendwann zollten die schlechten Straßen dann aber ihren
Tribut und es war mal wieder an der Zeit an der Auspuffanlage eine abgebrochene
Halterung anzuschweißen. Tatsächlich fanden wir in einem Dorf auch recht
schnell einen talentierten Mechaniker, aber kaum waren wir wieder unterwegs,
fuhr ich beim Überqueren eines Grabens eine Abdeckung am Unterboden ab –
immerhin ist diese künftig nicht mehr im Weg.
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| Geschweißt wurde natürlich nur mit geeigneter Schutzausrüstung - eine seeehr dunkle Sonnenbrille |
Erstaunlicherweise hat unser Reisemobil die Dauertortur dann
aber wieder einmal sehr gut überstanden und nach 16 Tagen beziehungsweise
2300km verließen wir schweren Herzens den Pamir-Highway in Richtung Duschanbe.
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| Leider hatten wir keine Spirituosen an Bord, sonst hätten wir auf die Schnapszahl angestoßen - auf die nächsten 111.111,11 km |
Müssten wir die Region mit einem einzigen Wort beschreiben,
so wäre „gewaltig“ wohl das treffendste. Reißende Gebirgsflüsse,
(schneebedeckte) Gipfel mit über 7000m, Berge bis an den Horizont und die
Grenzen zu Afghanistan und China nur eine Steinwurfweite entfernt - nie zuvor
sind wir mit unserem Auto so tief und so lange in eine Gebirgswelt wie diese
vorgedrungen. Es erschien uns unmöglich, den Pamir vollständig zu bereisen,
denn nach jeder Weggabelung mussten wir uns aufs Neue entscheiden, welches
Seitental wir erkunden und welches wir dieses Mal auslassen mussten.
Noch lange werden wir uns an die einsamen Stellplätze
auf über 4000m und die nicht enden wollende Weite zurückerinnern – irgendwann
müssen wir jedoch nochmals zurückkommen, denn es gibt noch so viel zu entdecken.
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| Weitere Impressionen vom Pamir |
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