Pamir Highway (Teil 2)

Da wir die Landschaft auf dem Pamir nicht nur fahrend aus dem Fenster begutachten wollten, bauten wir zur Abwechslung immer wieder Zwischenstopps ein.

Unter anderem bestiegen wir mehrere Gipfel mit Höhen von mehr als 4700m, wo wir atemberaubende Panoramablicke genießen konnten.


Geschafft, wir sind auf dem 4746m hohen Gipfel angekommen



Und auch bei der nächsten Wanderung stiegen wir auf 4722m empor

Wir bestaunten unter anderem historische Höhlenmalereien, kletterten in einen Meteoritenkrater und badeten in heißen Quellen.

Infos zu den Malereien waren leider keine zu finden, nett anzusehen waren sie aber allemal

Eigentlich würden die Hörner eher zu Verenas Charakterbild passen, aber ich will da nicht so kleinlich sein ;-)

Ich im Krater - zu gerne hätten wir den Feuerball gesehen, der hier einschlug

Wellness "Tajik-Style" - Plantschen im warmen Nass

Gespanntes Warten auf das große Ereignis...

...und tatsächlich, von Zeit zu Zeit sprudelt der Geysir 

Shoppen beim Containermarkt

Und selbstverständlich durfte auch die Erkundung sowjetischer Hinterlassenschaften nicht fehlen. Auf einem abgelegenen Berg wurde nach dem Zerfall der Sowjetunion ein kleines Observatorium samt Nebenanlagen sich selbst überlassen. Natürlich konnten wir das Areal erst wieder verlassen, nachdem ich jeden Stein umgedreht hatte.

Die Sternwarte im Nirgendwo

Selbst eine mobile Anlage wurde zurückgelassen

Hier fühlt sich unser treues Gefährt richtig jung 

Leider schlug jeglicher Startversuch fehl

Irgendwann zollten die schlechten Straßen dann aber ihren Tribut und es war mal wieder an der Zeit an der Auspuffanlage eine abgebrochene Halterung anzuschweißen. Tatsächlich fanden wir in einem Dorf auch recht schnell einen talentierten Mechaniker, aber kaum waren wir wieder unterwegs, fuhr ich beim Überqueren eines Grabens eine Abdeckung am Unterboden ab – immerhin ist diese künftig nicht mehr im Weg.

Geschweißt wurde natürlich nur mit geeigneter Schutzausrüstung - eine seeehr dunkle Sonnenbrille

Erstaunlicherweise hat unser Reisemobil die Dauertortur dann aber wieder einmal sehr gut überstanden und nach 16 Tagen beziehungsweise 2300km verließen wir schweren Herzens den Pamir-Highway in Richtung Duschanbe.

Leider hatten wir keine Spirituosen an Bord, sonst hätten wir auf die Schnapszahl angestoßen - auf die nächsten 111.111,11 km

Müssten wir die Region mit einem einzigen Wort beschreiben, so wäre „gewaltig“ wohl das treffendste. Reißende Gebirgsflüsse, (schneebedeckte) Gipfel mit über 7000m, Berge bis an den Horizont und die Grenzen zu Afghanistan und China nur eine Steinwurfweite entfernt - nie zuvor sind wir mit unserem Auto so tief und so lange in eine Gebirgswelt wie diese vorgedrungen. Es erschien uns unmöglich, den Pamir vollständig zu bereisen, denn nach jeder Weggabelung mussten wir uns aufs Neue entscheiden, welches Seitental wir erkunden und welches wir dieses Mal auslassen mussten.

Noch lange werden wir uns an die einsamen Stellplätze auf über 4000m und die nicht enden wollende Weite zurückerinnern – irgendwann müssen wir jedoch nochmals zurückkommen, denn es gibt noch so viel zu entdecken. 




Weitere Impressionen vom Pamir


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