Pamir Highway (Teil 1)
Der Pamir Highway war unser absolutes Sehnsuchtsziel und mit einer der Gründe, weshalb wir uns für eine Reise mit dem eigenen Fahrzeug entschieden haben.
Was ursprünglich eine wichtige Route der Seidenstraße war,
ist nun einer der epischsten Roadtrips der Welt. Denn der Pamir Highway oder M-41,
wie er während der Sowjetzeit hieß, verläuft durch eine der eindrucksvollsten,
abgelegensten und wildesten Gebirgsketten überhaupt.
Die Region bedeckt 45% des tadschikischen Staatsgebiets und
doch leben hier lediglich 3% der Bevölkerung.
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| Kein Strom, kein Wasser, kein Problem - ein abgelegenes Wohnhaus auf dem Pamir |
Mit seinen bis zu 4600m hohen Bergpässen ist der M-41 der
zweithöchste internationale Highway weltweit. Wobei die Begrifflichkeit Highway
etwas irreführend ist, denn ein Großteil des Weges ist ungeteert, mit
Schlaglöchern überseht, teils überflutet oder verschüttet sowie lediglich eine
Fahrzeugspur breit.
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| Auch LKW's sind auf dem Highway unterwegs - des Öfteren gehen hierbei Kleinigkeiten schief |
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| Eine typische "Wellblechpiste" - beim Befahren dieser Wege ist die Geräuschkulisse im Auto nahezu unerträglich |
Die ersten Tage fuhren wir knapp 700km entlang des
Grenzflusses, welcher Tadschikistan von Afghanistan trennt. Lediglich eine
Steinwurfweite entfernt, lagen auf der anderen Flussseite die afghanischen
Bergdörfer und Verena erfreute sich immer wieder daran, wenn ihr Winken von den
Afghanen erwidert wurde.
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| Aktuell ist das Schild überflüssig, denn die Grenzen sind fest verschlossen |
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| Entlang des Grenzflusses |
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| Links Afghanistan - Rechts Tadschikistan |
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| Auf der tadschikischen Seite werden Kühe, auf der afghanischen Kamele gezüchtet |
Insbesondere in dieser Grenzregion herrschte eine
unglaublich hohe Militärpräsenz. Alle paar Meter gab es Checkpoints, kleine
Schutzmauern mit Schießscharten oder patrouillierende Soldaten. Dies und die
vertrauenserweckenden Schilder mit „Achtung Mienen“ machte die Stellplatzsuche stets
zu einer kleinen Herausforderung.
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| Einer der unzähligen Grenzposten, die Panzer sind jedoch nur noch leere Hüllen |
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| Irgendwann hatten wir aber auch an der afghanischen Grenze einen Stellplatz gefunden |
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| Im Hintergrund ein afghanisches Bergdorf |
Die Taliban auf der afghanischen Seite machten sich über
deren eigene Grenzsicherung scheinbar weniger Sorgen, denn auf deren Flussseite
konnten wir über die gesamte Fahrtstrecke keinen einzigen Soldaten entdecken.
Vielleicht liegt es aber auch einfach nur daran, dass die
Drogen eher von Afghanistan in Richtung Tadschikistan transportiert werden, als
anders herum. Denn laut Google gilt die Region als Haupteinfallstor für
afghanisches Heroin in Richtung Europa.
Eine vernünftige Infrastruktur ist auf dem Pamir Fehlanzeige
und so zapft der Tankwart für gewöhnlich den begehrten Treibstoff eimerweise
aus dubiosen altertümlichen Metallfässern. Um welche Qualität es sich hierbei
handelt, ist dann stets ungewiss.
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| Tanken à la Pamir |
Sicher ist jedoch, dass unser Reisemobil mehr als einmal mit
Steigungen so seine Probleme hatte – gleich zweimal mussten wir sogar Kehrt
machen, da der Berg unser Fahrzeug in die Knie zwang.
Hinzu kam, dass Knupfer morgens nicht mehr so recht
anspringen wollte. Dies war besonders dann unentspannt, wenn wir wie so oft
mitten im Nirgendwo ohne Handyempfang standen.
Vielleicht lag es aber auch nur daran, dass wir uns permanent auf Höhen um die 4000m befanden - da geht selbst uns ja manchmal auch die Puste aus.
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| 4655m - der höchste Pass auf dem Pamir Highway |























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