Über Mangystau durch die Steppe nach Almaty
Wenige Stunden von Aktau entfernt liegt Mangystau, eine der dünn besiedelten Regionen Kasachstans. Touristisch ist die Gegend nur spärlich erschlossen und so verirren sich lediglich wenige Besucher hierher.
Wir wagten dennoch einen Abstecher und bereuten diesen
nicht. Denn wie aus dem Nichts endete die flache Steppe und wir standen an der
Kante einer steil abfallenden Gesteinswand. Zu unseren Füßen lag eine nicht
enden wollende Mondlandschaft, die ihresgleichen
sucht. Entlang der Kraterkante fuhren wir verschiedene Aussichtspunkte an, bis
wir uns an dem Landschaftsbild sattgesehen hatten.
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| Die Weiten Mangystaus |
Anschließend machten wir uns auf den Weg in Richtung Osten.
Denn der Plan bestand nun darin, recht zügig Kasachstan von West nach Ost zu
queren um nach Kirgisistan zu gelangen.
3300 Kilometer standen bis nach Almaty, der nächsten
Großstadt, auf dem Programm, welche wir in sechs Tagen bewältigten.
Glücklicherweise sind die meisten Straßen nach einem
Infrastrukturprojekt der letzten Jahre gut ausgebaut. Allerdings gibt es trotzdem
noch immer einige Passagen mit richtig üblen Buckelpisten. So kam es, dass wir
uns mehrere Hundert Kilometer ausschließlich über Feldwege und Schotterpisten
fortbewegten. Diese „Straßen“ waren so schlecht, dass wir teils lieber abseits
der befestigten Pfade in der Steppe fuhren. Zum einen kamen wir so schneller
voran, zum anderen war dies der einzige Weg, um ein ständiges Aufsitzen zu
verhindern.
Große Teile der Strecke verliefen durch ein monotones, sich
nicht ändern wollendes Landschaftsbild. Einzig die freilaufenden
Fleischlieferanten (Kühe, Kamele, Schafe und Pferde) brachten etwas Abwechslung
in die unendliche Steppe.
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| Pferde werden hier nicht geritten, vielmehr findet man diese in der gut sortierten Kühltheke |
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| Einer der recht guten Feldwege - dieser Abschnitt zog sich über ca. 300 km dahin |
Dafür waren die Stellplätze aber umso eindrucksvoller, denn
wir konnten in der unendlichen Weite mitunter die bisher schönsten
Sonnenuntergänge und Sternenhimmel unserer Reise beobachten. Beim Sternschnuppen-Wettschauen
durch unser Panorama-Dachfenster musste ich mich nur um Haaresbreite von Verena
geschlagen gegeben, da ich ganz kurz blinzeln musste (Endstand 5 zu 4).
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| Ein kleiner Auszug unserer Stellplätze |
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| Kurzer Zwischenstopp bei einem Mausoleum in Turkistan |
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| Hier durfte Verena auch endlich wieder einmal einen Schleider anziehen - den hatte sie schon wieder vermisst |
Bereits vor Reiseantritt wurden wir gewarnt, dass man sich
in Kasachstan besser an die Verkehrsregeln halten sollte. Denn zum einen sind
die Strafen für Verstöße drakonisch und zum anderen wimmelt es überall von
korrupten Polizisten.
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| Selbst die letzte Kuh hält sich hier an die Verkehrsregeln |
Leider halten jedoch auch die besten Vorsätze oft nicht
lange und so wurden wir am vorletzten Tag mit über 80 Sachen in einer 50er Zone
von einer Polizeistreife angehalten.
Anfangs versuchte ich noch den dummen Touristen zu spielen
und mich herauszureden, aber als mir die Beamten dann jedoch voller Stolz in
deren Fahrzeug das Lichtbild präsentierten, gab ich unter der Beweislast doch
lieber klein bei.
Einen offiziellen Strafzettel wollten die Polizisten aber
nicht ausstellen, sie hatten viel mehr Interesse daran, ihren Lohn aufzubessern.
Im Vorfeld hatten wir glücklicherweise das Portemonnaie noch schnell und
heimlich etwas ausgeräumt und so „mussten“ sich die Musterbeamten mit
umgerechnet 10€ zufriedengeben. Vermutlich war dies jedoch für beide Seiten ein
guter Deal, wir waren auf jeden Fall froh, günstig und schnell davongekommen zu
sein.
In Almaty angekommen, holten wir dann noch mein Geburtstagsessen nach, bevor es zur letzten Etappe in Richtung Kirgisistan ging.
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| Happy Birthday to me! |
















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