Qeshm & Hormoz - Die Inseln im Persischen Golf

Mit den Inseln Qeshm und Hormoz erreichten wir den südlichsten Teil des Irans.

Auf Qeshm, unserer ersten Insel, konnten wir mit Knupfer per Fähre übersetzen und so waren wir auch hier uneingeschränkt mobil.

Typisch Iran, wurden wir am Fähranleger von den Mitarbeitern sehr freundlich mit dem gebräuchlichen Satz „Welcome to Iran“ in Empfang genommen.

In der gewohnten Reihenfolge folgten:

„Where are you from?“

„Can we take a selfie?“

„Do you have Instagramm?“

„Can I have your Whatsapp number?“

Das eigentlich für die Überfahrt auszufüllende Dokument wurde eher zur Nebensache. Denn nachdem wir dieses zur Hälfte ausgefüllt hatten, hieß es „that‘s enough“ - Viel lieber wollte der zuständige Mitarbeiter etwas mit uns plauschen. Oft sind diese Gespräche auch ganz nett, manchmal jedoch auch etwas verwirrend. Auf die Aussage „I hate Putin, he kills children. But I love all Germans: Himmler, Rommel, Hitler & Lothar Matthäus“ wollte mir einfach keine passende Antwort einfallen.

Beim Erkunden der Inseln kam dann keine Langeweile auf, denn die Landschaftsbilder sind wie aus einer anderen Welt. Den wildesten Felsskulpturen folgten Täler, die in allen Farben schimmerten. Und nach dem Durchstreifen von engen Schluchten erkundeten wir Höhlen, welche Salz-Stalaktiten oder aber farbenfrohe Gesteins- und Mineralschichten aufwiesen.

Da strahlt Verena, denn bei Fisch und Shrimps musste ich mich ranhalten, um auch noch etwas abzubekommen


In die engen Felsspalten gelang nur wenig Sonnenlicht - bei über 40°C ein angenehmer Nebeneffekt


Eine der Salzhöhlen, einige hundert Meter konnte man hier durch die Stollen in den Berg hinein kriechen


Beim "Valley of the Stars" wanderten wir durch obskure geologische Formationen

Beim abendlichen Stellplatz an den Klippen


Auf Hormoz hatten wir dann auch den ersten Plattfuß der Reise, allerdings nicht mit unserem eigenen Gefährt. Denn da man hier nicht mit dem eigenen Fahrzeug übersetzen konnte, hatten wir uns ein Moped ausgeliehen. Ganze 10 Kilometer hatte es durchgehalten, bis wir liegen blieben.

Doch auch hier zeigte sich wieder einmal die Hilfsbereitschaft der Iraner, denn als wir auf den Eigentümer des Feuerstuhls warteten, hielt jeder, wirklich jeder, der Vorbeifahrenden an und wollte behilflich sein.

Mein Feuerstuhl und ich - 125ccm geballte Zweitacktpower

Verena darf als Beifahrerin natürlich auch nicht fehlen - furchtlos legte sie sich mit mir bei 60km/h Spitzengeschwindigkeit in die Kurven

Beim "Red Beach"









Und noch mehr Gesteinsformationen, nun jedoch auf der kleinen Insel Hormoz




Die "Colourful Cave" trägt ihren Namen nicht ohne Grund, noch nie zuvor haben wir solch farbenfrohe Gesteinsschichten gesehen


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