Kashan & die Maranjab-Wüste

Das kleine Städtchen Kashan liegt auf der Hauptroute in den Süden und ist umgeben von der Maranjab-Wüste. Die ganze Altstadt gleicht einem Freilichtmuseum, denn überall wimmelt es von kleinen Gassen mit Lehmbauten, Moscheen sowie alten Herrenhäusern.

Verena im traditionellen Gewand - Omas Tischdecke passte wie eine zweite Haut

Natürlich darf auch der obligatorische Bazar nicht fehlen, welcher hier sogar zweistöckig ausgeführt ist und in dessen Zentrum eine wunderschön gestaltete Kuppel thront.



Impressionen vom Bazar

Kashan nutzten wir lediglich als Zwischenstopp und nach einem halben Tag Sightseeing zog es uns bereits weiter in Richtung Wüste.

Spät abends bei völliger Dunkelheit erreichten wir unser Nachtlager, die Ruinen einer alten Karawanserei. Von hier aus wollten wir am nächsten Morgen in die Wüste starten.

Wenn man Stellplätze wie diesen bei völliger Dunkelheit anfährt, ist einem anfangs zugegeben etwas mulmig zumute. Doch nach kurzer Zeit hat man sich meist akklimatisiert und so gönnten wir uns im Schutz der Mauerreste auch hier noch eine erfrischende Dusche unter dem Sternenhimmel.

Der einladende Eingang zu unserem Stellplatz

Die Maranjab-Wüste auf eigene Faust zu befahren ist für Ausländer seit einigen Jahren offiziell nicht mehr gestattet, denn die Touranbieter möchten viel lieber teure Safaris verkaufen.

Zum Glück sind die Checkpoints jedoch auf Karten vermerkt und so konnten wir diese gezielt über Schleichwege umfahren.

In der Wüste angekommen, folgten wir weitestgehend den Fahrzeugspuren. So verlockend ein Ausflug in den tieferen Sand auch war, stecken bleiben wollten in wir in dieser verlassenen Gegend ohne Handyempfang lieber nicht.

Mein Guide, eine lokale Beduinenschönheit

Unterwegs trafen wir immer wieder auf Dromedare, welche bereitwillig für Selfies posierten, unser Fahrzeug als Kratzbaum nutzten oder Verena einfach nur ein Küsschen gaben.




Nach der ganzen Kamelknutscherei habe ich abends auch noch einen Schmatzer bekommen

Eines der Highlights war das Befahren eines ausgetrockneten Salzsees. Die topfebene Oberfläche mit den unzähligen Hexagon-Salzformationen erstreckte sich bis zum Horizont. Gerne wären wir noch tiefer in den See vorgedrungen, aber nach dem zweiten Verbotsschild gaben wir dann doch klein bei und kehrten lieber wieder um.


Eine Hassliebe: Einen Moment tritt Verena Knupfer mit Füßen...

...dann trägt sie ihn wieder auf Händen


Am Nachmittag suchten wir uns am Fuße abgelegener Dünen einen Stellplatz und nach einer halbstündigen Wanderung hatten wir deren Gipfel pünktlich zum Sonnenuntergang erreicht.



Nun wollten wir den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen lassen. Als ich jedoch mühsam Holz gesammelt und ein Feuer entfacht hatte, zog unmittelbar ein kleiner Sandsturm auf. Und so musste das Feuer bald ohne uns weiterbrennen, denn wir waren bereits in unsere Koje geflüchtet.

Noch war es nur ein laues Lüftchen, dies sollte sich aber schnell ändern


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